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// Statement of the Jury at Golden Prague, Mai 2004
(Czech Crystal special mention)

A warm and personal film that beautifully lives up to its title.


// Statement of Golden Prague Jury member Thomas Beck

Unter immerhin 65 Filmen im Bereich "Documentary" hat die Jury einstimmig zwei Filme ausgezeichnet: "Elliott Carter" von Frank Sheffer mit dem Hauptpreis in dieser Kategorie und "Furtw√§ngler's Love" mit einer Erw√§hnung. Die ganze siebenk√∂pfige Jury war begeistert von der pers√∂nlichen, warmherzigen Atmosph√§re des Films, dessen Herzst√ľck nat√ľrlich das wunderbare Interview mit der Witwe Furtw√§nglers ist. Unter allen Filmen im hochkar√§tigen Wettbewerb war "Furtw√§ngler's Love" eindeutig der pers√∂nlichste: nicht nur, weil er aus der subjektiven Perspektive erz√§hlt, sondern weil er einen ganz eigenen, nicht von "objektivem" Archivmaterial verstellten Zugang zur Pers√∂nlichkeit Furtw√§nglers findet. Beeindruckend fanden wir, dass der Film von vorneherein auf dokumentarische Chronologie und Vollst√§ndigkeit verzichte. "Furtw√§ngler's Love" l√§√üt sich Zeit und entwickelt seine Dramaturgie ganz aus der N√§he und der Atmosph√§re der menschlichen Begegnung; das gibt ihm seinen eigenen Atem und macht ihn so bewegend. Ein sehr sehr sch√∂ner Film, zu dem ich - auch abseits von der Auszeichnung - ganz herzlich gratuliere.


// S√ľddeutsche Zeitung, 15.7.04

Ein Leben, zwei Lieben
Regisseur Jan Schmidt-Garres Essay √ľber Wilhelm Furtw√§ngler

Wilhelm Furtw√§ngler kannte keine Werktreue, Tempoangaben waren ihm fremd. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das Richtige", sagte er einmal. 2004 j√§hrt sich der Todestag des Dirigenten, der dem Orchester seinen Willen nicht allein durch √ľbliches Taktschlagen, sondern vor allem durch expressive Gestik zu vermitteln suchte, zum 50. Mal. Der Filmessay "Furtw√§nglers Liebe" blickt zur√ľck auf das Leben des Dirigenten und Komponisten und stellt die verchiedenen Bedeutungen des Wortes "Liebe" in Furtw√§nglers Leben vor. Furtw√§ngler selbst definierte die Liebe einmal so: "Sich-Einstellen hei√üt Liebe. Sie ist das Gegenteil vom Absch√§tzen, vom Vergleichen. Sie sieht das Unvergeleichbare, Einzigartige."
Da war nat√ľrlich die Liebe zur Musik, die er als Dirigent √∂ffentlich ausdr√ľckte und als Komponist als geheime Leidenschaft pflegte. Der Film verzichtet allerdings auf R√ľckblicke, nur zweimal taucht blitzartig ein historischer Filmausschnitt auf. Aus der Gegenwart wollte Drehbuch-Autor und Regisseur Jan Schmidt-Garre das Wirken Furtw√§nglers beleuchten. So erklingen die Violinsonaten, fr√ľhe Klavierst√ľcke und -lieder - gespielt von Ingolf Turban - bei einem Fest in Furtw√§nglers Haus, an seinem Fl√ľgel, unter seinem Kokoschka-Portrait. Elisabeth, seine Ehefrau von 1943 bis 1954, gew√§hrt dem Zuschauer Einblicke in ihr Haus am Genfer See - und in ihr Herz. Die heute 93-J√§hrige erz√§hlt mit Humor und Leidenschaft ihre Liebesgeschichte, von der ersten Begegnung √ľber den ersten Ku√ü bis zu Furtw√§nglers Tod. Furtw√§ngler selbst kommt in Radio-Interviews und Vortr√§gen zu Wort, auf Interviews mit anderen heute 90-j√§hrigen Zeitzeugen wurde bewu√üt verzichtet.


//Furtwänglers Liebe

A warm and personal film that beautifully lives up to its title.

Auszeichnung mit dem ‚ÄěTschechischen Kristall‚Äú, Golden Prague, Mai 2004

Alterslos - Furtw√§nglers Liebe, mit viel Poesie dokumentiert: Jemand f√§hrt Zug und studiert eine Partitur. Eine alterslose M√§nnerhand mit breitem Ehering, in hellem Mantel√§rmel, schreibt mit Bleistift Anmerkungen zwischen die Noten. Drau√üen gleitet ein Nadelwald vorbei. Dazu ert√∂nen H√∂rner und weiche Streicher, ‚ÄěFreisch√ľtz‚Äú-Ouvert√ľre. ‚ÄěEin Werk √ľber die Liebe, wie kaum ein zweites‚Äú, sagt Wilhelm Furtw√§nglers Stimme aus dem Off ‚Äď Zitat aus der Rede zur Salzburger ‚ÄěFreisch√ľtz‚Äú-Produktion aus seinem letzten Lebensjahr, 1954. Dann √ľberquert der Zug eine stark befahrene Autobahn. Die Sequenz wird nicht aus dem Film eleminiert. Die Verfremdung durch Vermischung der Zeiten bleibt bestehen. Jan Schmidt-Garres Dokumentarfilm √ľber den liebenden Furtw√§ngler hat Mut zu Poesie, aber kitschig wird er nicht. Davor sch√ľtzt ihn seine Protagonisten, Furtw√§nglers Frau Elisabeth. Wann immer sie √ľber die erste Umarmung, die Sch√ľchternheit, die Frauenleidenschaft von ‚ÄěFu‚Äú spricht, bezaubert sie den Zuschauer durch unsentimentalen Charme. Sie ist der Typ eines Berliner B√ľrgertums des Vorkriegs, schlagfertig und gebildet. Wenn die eigenen Kompositionen Furtw√§nglers, der sich selbst immer als Zufallsdirigent sah, gespielt werden, h√∂rt sie mit ungek√ľnsteltem Ausdruck.

Anja-Rosa Thöming, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 7. 6. 2008

Der Filmessay "Furtw√§nglers Liebe" blickt zur√ľck auf das Leben des Dirigenten und Komponisten und stellt die verchiedenen Bedeutungen des Wortes "Liebe" in Furtw√§nglers Leben vor. Furtw√§ngler selbst definierte die Liebe einmal so: "Sich-Einstellen hei√üt Liebe. Sie ist das Gegenteil vom Absch√§tzen, vom Vergleichen. Sie sieht das Unvergeleichbare, Einzigartige." Da war nat√ľrlich die Liebe zur Musik, die er als Dirigent √∂ffentlich ausdr√ľckte und als Komponist als geheime Leidenschaft pflegte. Der Film verzichtet allerdings auf R√ľckblicke, nur zweimal taucht blitzartig ein historischer Filmausschnitt auf. Aus der Gegenwart wollte Drehbuch-Autor und Regisseur Jan Schmidt-Garre das Wirken Furtw√§nglers beleuchten. So erklingen die Violinsonaten, fr√ľhe Klavier¬¨st√ľcke und -lieder - gespielt von Ingolf Turban - bei einem Fest in Furtw√§nglers Haus, an seinem Fl√ľgel, unter seinem Kokoschka-Portrait. Elisabeth, seine Ehefrau von 1943 bis 1954, gew√§hrt dem Zuschauer Einblicke in ihr Haus am Genfer See - und in ihr Herz. Die heute 93-J√§hrige erz√§hlt mit Humor und Leidenschaft ihre Liebesgeschichte, von der ersten Begegnung √ľber den ersten Ku√ü bis zu Furtw√§nglers Tod. Furtw√§ngler selbst kommt in Radio-Interviews und Vortr√§gen zu Wort, auf Interviews mit anderen heute 90-j√§hrigen Zeitzeugen wurde bewu√üt verzichtet.
S√ľddeutsche Zeitung, 15. 7. 2004

This is a very peculiar, but appealing film that will be of interest to anyone interested in Wilhelm Furtw√§ngler. At the center of the film is the remarkable widow of the conductor, Elisabeth, who was in her early nineties when this film was made. The film purports to explore Furtw√§ngler‚Äôs loves‚ÄĒmusic and Elisabeth‚ÄĒand does so in a very touching, human way. Furtw√§ngler‚Äôs Love is described as a ‚Äúfilm essay,‚ÄĚ and it is a deeply personal and revealing portrayal of both the artist and the man. Elisabeth is remarkably frank, about falling in love with him at a time he was dating her sister, about his ‚Äúharem‚ÄĚ and his many illegitimate children, and about how deeply she was in love with him and he with her. Perhaps most moving is her description of his final days in 1954, when he knew he was dying and, in fact, was ready to die.

At the same time, the film explores, through Furtw√§ngler‚Äôs own words, his feelings about music‚ÄĒand about composing as well as conducting. It makes clear that he (in much the same way as Leonard Bernstein) wished to be remembered as a composer rather than a conductor. I found the personal openness and conversational approach taken with Elisabeth to be both involving and moving, and I would recommend the film to anyone with an interest in Furtw√§ngler, and this period in German history.
Henry Fogel, Fanfare Magazine, September/Oktober 2008

Furtw√§nglers Liebe l√§sst sich Zeit und entwickelt seine Dramaturgie ganz aus der N√§he und der Atmosph√§re der menschlichen Begegnung; das gibt ihm seinen eigenen Atem und macht ihn so bewegend. Ein sehr sch√∂ner Film, der zugleich ein St√ľck deutscher Geschichte, hier jedoch ganz pers√∂nlich gef√§rbt, dem heutigen Interessenten nahe bringt. Der Neue Merker, 26. 3. 2008

... Die ganze siebenk√∂pfige Jury war begeistert von der pers√∂nlichen, warm¬¨herzigen Atmosph√§re des Films, dessen Herzst√ľck nat√ľrlich das wunderbare Interview mit der Witwe Furtw√§nglers ist. Unter allen Filmen im hochkar√§tigen Wettbewerb war "Furtw√§ngler's Love" eindeutig der pers√∂nlichste: nicht nur, weil er aus der subjektiven Perspektive erz√§hlt, sondern weil er einen ganz eigenen, nicht von "objektivem" Archivmaterial verstellten Zugang zur Pers√∂nlichkeit Furtw√§nglers findet. Beeindruckend fanden wir, dass der Film von vorneherein auf dokumentarische Chronologie und Vollst√§ndigkeit verzichte. "Furtw√§ngler's Love" l√§√üt sich Zeit und entwickelt seine Dramaturgie ganz aus der N√§he und der Atmosph√§re der menschlichen Begegnung; das gibt ihm seinen eigenen Atem und macht ihn so bewegend. Ein sehr sehr sch√∂ner Film, zu dem ich - auch abseits von der Auszeichnung - ganz herzlich gratuliere. Statement der Jury des Golden Prague

‚Äô‚ÄôBeeindruckend fanden wir, dass der Film von vorneherein auf dokumentarische Chronologie und Vollst√§ndigkeit verzichtete. ‚ÄôFurtw√§ngler‚Äôs Love‚Äô l√§√üt sich Zeit und entwickelt seine Dramaturgie ganz aus der N√§he und der Atmosph√§re der menschlichen Begegnung, das gibt ihm seinen eigenen Atem und macht ihn so bewegend.‚Äô‚Äô (Thomas Beck, Golden Praque Jury Mitglied) Ein filmischer Essay von Jan Schmidt-Garre √ľber Wilhelm Furtw√§ngler, den gro√üen Dirigenten, den engagierten Komponisten und den liebenden Partner. Seine Witwe, Elisabeth Furtw√§ngler erz√§hlte 2004 in privater Atmosph√§re, Unterhaltsames, Nachdenkliches und Intimes, Details aus einem gemeinsamen Leben vom ersten Kennenlernen bis zum letzten Ku√ü. Ein ganz eigener, nicht von ‚Äô‚Äôobjektivem‚Äô‚Äô Archivmaterial verstellter Zugang zur Pers√∂nlichkeit Furtw√§nglers.

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